Sensus - Gottesdienst (erst recht) für Hochsensible

 

 

Die  „Sensus“-Gottesdienste finden jeweils freitags vor dem letzten Sonntag im Monat statt. Lediglich in den Sommerferien fällt er aus.

 

Die Gottesdienstform orientiert sich an den speziellen Bedürfnissen hochsensibler Personen. Er bietet Zeit zum Nachspüren, für Kreativität und für persönliche spirituelle Erfahrungen. „Sensus“ gibt Bewusstsein, Empfindungen und Verstand in gleicher Weise Raum. 

 

„Sensus“ ist augenblicklich, sinnlich und lebensklar.

Diese Pause ermöglicht, den Alltag hinter sich lassen, auf Gott zu schauen und im Augenblick anzukommen. Sinneswahrnehmungen haben Raum, damit eigene Bilder und Gedanken entstehen können. Dadurch kann man sein Leben klarer sehen und gestalten.

 

Dabei wird „Sensus“ interaktiv im Sinne eines Netzwerkes durch Impulse der Teilnehmer weiterentwickelt. Es bietet Vernetzung und versteht sich als Beitrag zur Ökumene. Menschen sollen hierdurch für ihr Leben und ihre eigene Kirchengemeinde stärken können.

 

Seit den 90er Jahren wird das Phänomen Hochsensiblität erforscht und beschrieben. Es handelt sich dabei um einen Persönlichkeitszug der bei ca. 15-20% der Bevölkerung zu beobachten ist.

 

Hochsensible nehmen Sinnesreize eingehender wahr, verarbeiten diese tiefer und reagieren auch dementsprechend stärker darauf. 

Hochsensibilität zeichnet sich aus durch langes Nachhallen von Gefühlen und Gedanken, eine schmale Komfortzone („alles wird mir zu viel“ und „mir ist langweilig“) und eine schnelle Überreizbarkeit.

In unserer westlich geprägten Industriegesellschaft, in der das Tempo – auch an Eindrücken - stetig zunimmt, sind Menschen, die mehr spüren, ein wichtiger Indikator für Reizüberflutung.

 

 

„Wenn Hochsensible in ihrer Komfortzone leben“, so Pastor Wolfgang Konietzko, „sind sie sehr leistungsfähig und ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Wir möchten den Menschen mit diesem Angebot eine Möglichkeit bieten, ihre individuelle Persönlichkeit zu erkennen und zu leben.“